Hochschulambulanz für Geschlechtersensible Medizin und Prävention
Alle Menschen profitieren,
wenn ihre Unterschiede wahrgenommen werden,
wenn sie adäquat angesprochen werden und
wenn Forschung, Präventionsangebote und Therapiemaßnahmen
auf sie abgestimmt werden.
Am 2. April eröffnen wir für alle Zuweisenden unsere Hochschulambulanz für Geschlechtersensible Medizin und Prävention. Kommen Sie gerne vorbei und informieren sich über unser Angebot.
Die Bedeutung der biologischen (sex) und soziokulturellen (gender) Geschlechterunterschiede zur Erhaltung von Gesundheit und Entstehung von Krankheit ist heutzutage für alle Fachdisziplinen anerkannt.
Medizinischer Fortschritt lebt von Datensätzen, die alle Geschlechter umfassen, das Alter berücksichtigen und die soziokulturellen Umgebungsfaktoren im Blick haben. Daher bitten wir Ihre Patientinnen und Patienten ihre Daten in pseudonymisierter Form unseren Forschungszwecken zur Verfügung zu stellen. In regelmäßigen Fortbildungen möchten wir dann diese Erkenntnisse mit Ihnen teilen. Dazu braucht es ganz besonders Ihren geschlechtersensiblen Blick und auch die Perspektive der Betroffenen selbst. Dieser partizipative Ansatz fördert die Kommunikation und Zusammenarbeit, so dass sich zu bewältigende Aufgaben besser gemeinsam lösen lassen.
Sollten Sie Befunddokumentationen haben, die Ihnen wichtig sind uns mitzuteilen, würden wir uns freuen, wenn Sie diese Ihren Patientinnen und Patienten zum Termin mitgeben würden. Gern auch in digitaler Form. Bitte motivieren Sie auch Ihre Patientinnen und Patienten handschriftliche Notizen mitzubringen.
Ein besonderer Schwerpunkt der Hochschulambulanz ist die Diagnostik der arteriellen Gefäßsteifigkeit und bei vorzeitiger Gefäßalterung die Auswirkung auf die Organsysteme.
Phasen im Leben, die mit Veränderungen der Sexualhormone einhergehen, wie Adoleszenz (Jugendliche nach dem 14. Lj), Menopause und Schwangerschaft sind häufige Anlässe, um die neu aufgetretenen Symptome medizinisch einordnen zu lassen.
Das Angebot soll die bestehenden Versorgungsstrukturen ergänzen und die sektorenübergreifende Medizin stärken.
Wir freuen uns, Sie persönlich kennenzulernen.
Univ.-Prof. Dr. med. Ute Seeland